Naturschutztag 2011

Einladung zum Naturschutztag von NABU und BUND in Horb am 29.05.2011
„Gewässerrenaturierung – Gewässernutzung“ am Beispiel des Neckars

Der Neckar wurde im Bereich der Stadt Horb in den sechziger Jahren kanalisiert; wertvolle Lebens-räume und die Strukturvielfalt des Gewässers gingen verloren, und Bewohnern und Gästen der Stadt wurde der Zugang zum Fluss weitgehend versperrt.

Im Vorfeld der Gartenschau wurde der Flusslauf nun auf einer Länge von rund 1,5 km wieder natur-nah umgestaltet. Unterhalb des Horber Klappenwehrs wurden verschiedene Maßnahmen durch-geführt, um die Durchgängigkeit und die Strukturvielfalt zu verbessern und kleinräumig neue Lebensräume zu entwickeln. Auch wenn der ursprüngliche Zustand nicht mehr wieder herzustellen ist, wurde ein wesentlich naturnäheres Gewässerbett geschaffen; außerdem konnte der Fluss wieder ins Stadtleben  einbezogen werden. 

Beginnen wollen wir mit einem Rundgang über den Uferrundweg, der auf knapp vier Kilometern Länge verschiedene attraktive Standorte entlang des renaturierten Neckars verbindet. Kristjan Kranjec vom Ingenieurbüro Deuschle, das gemeinsam mit dem Büro am Fluss (Wendlingen) für die naturnahe Umgestaltung verantwortlich war, wird uns die Maßnahmen fachkundig erläutern und Fragen beantworten. Bei einem Abstecher zum Anfang April reaktivierten Flusskraftwerk, das 2,3 Mio. Kilowattstunden pro Jahr erzeugen soll, können wir die neu geschaffene Fischaufstiegshilfe ansehen. Sicherlich werden bei dem Rundgang auch Fragen des Artenschutzes auftauchen und diskutiert werden.

Nach dem Rundgang können Sie sich in der Mensa des Gymnasiums bei einem kleinen Imbiss stärken, bevor wir den Tag mit einem spannenden Vortrag beschließen. Die naturnahe Umgestaltung des Neckars in Horb wirft die Frage nach dem ökologischen Zustand des Neckars zwischen seiner Quelle im Schwenninger Moos bis zu seiner Mündung in den Rhein, die er nach 367 km Fließstrecke erreicht, auf. Anette Wiedmann vom Büro am Fluss in Wendlungen erzählt in ihrem Vortrag über einen Fluss im Spannungsfeld zwischen den Nutzungsansprüchen des Menschen und der Aufgabe der Wiederherstellung eines funktionsfähigen Gewässerlebensraums.

Programm:

16:00 Uhr:  Treffen an der Mensa des Gymnasiums (Anfahrtsskizze anbei), Begrüssung, Rundgang

18:30 Uhr:  Imbiss in der Mensa

19:00 Uhr:  Vortrag und Diskussion

 

Hinweise: Für den Eintritt auf das Gartenschaugelände haben wir verbilligte Gruppenkarten (9,50 Euro) besorgt – für diejenigen, die direkt zu unserem Naturschutztag kommen wollen. Wer die Veranstaltung mit einem Besuch der Gartenschau verbinden möchte, muss den vollen Eintrittspreis bezahlen (11 Euro).

Diejenigen, die erst zum Vortrag eintreffen, müssen keinen Eintritt bezahlen, da das Gymnasium nicht auf dem Gelände der Gartenschau liegt.

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