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Interessengemeinschaft der Enzkreis BioBauern (IEB)

Die IEB ist ein Zusammenschluss (fast) aller biologisch erzeugenden Landwirte im Enzkreis. Der Enzkreis war bundesweit eine der Regionen, in der sich Bio-Landwirte über die Grenzen ihrer Verbände BioLand, Demeter, Ecovin und Naturland organisierten. Noch heute funktioniert die Idee der Landwirte, Produkte vom eigenen Hof auch anderen Landwirten zur Bereicherung des Angebotes im eigenen Hofladen auszutauschen. Der BUND ist seit der Gründung als aktives Fördermitglied dabei. Im Vorstand unterstütze ich die Arbeit der IEB hauptsächlich organisatorisch und konnte auch schon die eine oder andere Lehrfahrt möglich machen.

Im Juni 2010 waren wir mit rund 40 Personen in Sachsen-Anhalt, besuchten dort den internationalen Tag der genetischen Ressourcen der IPK in Gaterleben, der größten Sammlung von Kulturpflanzen Sorten weltweit, und ließen uns exklusiv Versuche zur ökologischen Unkrautbekämpfung der Sachsen-Anhaltinischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Bernburg erläutern.

Studentenvertretung während des Studiums

Während meines Studiums an der Fachhochschule Nürtingen engagierte ich mich im unabhängigen Studentenausschuss, dessen Vorsitzender ich von 1986 – 1988 war. Von 1986 – 1987 war ich zudem einer von drei Vertretern der Studentenschaft im Senat der FH Nürtingen. Darüber hinaus vertrat ich die Studentenschaft in Nürtingen von 1986 – 1990 im Vorstand des Club Kuckucksei, einem über die Grenzen Nürtingens bekannten soziokulturellen Zentrum. In dieser Funktion gelang es mir auch, Gelände und Gebäude des historischen Altbaues der FH Nürtinger in den Nürtinger Kultursommer zu implementieren.

BI-Nord

Mitarbeit in der Bürgerinitiative zur Erhaltung des Naherholungsgebietes Nord in Pforzheim von Mitte der 80er bis Mitte der 90er Jahre. Eine Bürgerinitiative, die in Pforzheim so erfolgreich war, dass ihr geringer Bekanntheitsgrad in Pforzheim erstaunlich ist.

Zum einen konnte eine Nordtangente parallel zur A8 auf Pforzheimer Gemarkung bis heute verhindert werden. Heute wäre diese Straße vollkommen überflüssig und es konnte dem Pforzheimer Stadtsäckel eine gigantische Fehlinvestition erspart werden. Schon damals war offenkundig, dass es – wo immer dies in der Praxis schienengebunden nicht stattfindet - Aufgabe einer Autobahn sein muss, überregionale Verkehrsströme an Pforzheim vorbeizuführen. Mit Schaffung der BAB-Abfahrt Pforzheim-Nord ist dies längst erreicht.

Der zweite große Erfolg dieser Bürgerinitiative war es, dass der Anschluss der Häuser nördlich der Hachelallee in Pforzheim an das städtische Abwassernetz verhindert werden konnte. Die zersplitterte Siedlungsstruktur wie auch die topographische Lage und die geologische Situation hätten nämlich bedeutet, dass auf die einzelnen Hausbesitzer Anschlussbeiträge weit im fünfstelligen Bereich zugekommen wären, hätte man dort ein Druckentwässerungsverfahren realisiert. Andererseits war die in der Nachkriegszeit entstandene Situation, dass Abwässer in Gruben gesammelt und dann abgeholt wurden, aus hygienischen und ökologischen Gründen nicht mehr tragbar. Lösung war und ist, dass es in Pforzheims Norden nun die größte Ansammlung von Kleinkläranlagen bundesweit gibt. Die in diesem Gebiet gesammelten Erfahrungen und entwickelten Lösungen sind mittlerweile in die diesbezügliche Genehmigungspraxis in nahezu allen Bundesländern eingegangen. Sehr deutlich ist mir beim Bau einer Pflanzenkläranlage für das elterliche Haus geworden, wie verantwortungsvoll Menschen mit Wasser umgehen, wenn sie für die Klärung ihrer Abwässer selbst verantwortlich sind.

 

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