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Der Anfang meines Engagements beim BUND lag in der Freude an der Natur auf einem Grundstück in Dietlingen, auf dem mein Vater seit 1970 Reben pflegte und Wein erzeugte. Unsere extensive Bewirtschaftung führte dazu, dass sich dort spontan Orchideen ansiedelten und Siebenschläfer, Schlingnatter sowie Eidechsen und Vögel dort noch heute ihr Refugium haben.

1994 gründete ich dann mit einigen Mitstreitern eine Kreisgruppe des BUND im Enzkreis und erhielt Sitz und Stimme im Vorstand des BUND Regionalverbandes Nordschwarzwald. Seit 2007 bin ich Vorsitzender dieses Regionalverbandes. So Einiges konnte in dieser Zeit erreicht werden. Natürlich unterstützt man dabei hauptsächlich als ehrenamtliche Führungsebene die Arbeit des Naturschutzzentrums in Pforzheim.

Ein wenig stolz bin ich zur Zeit, dass meine Idee, pilzkundliche Führungen im Enzkreis durchzuführen, großen Anklang findet.

Mehr gibt es natürlich auf der Internet-Seite des BUND-Regionalverband Nordschwarzwald.

Zwei Projekte liegen mir aber besonders am Herzen:

Natourismus-PreisNatourismus2010a

Diesen Preis verleiht der BUND Regionalverband Nordschwarzwald (BUND-RV NSW) an Projekte oder Personen im Enzkreis, der Stadt Pforzheim, sowie den Kreisen Calw und Freudenstadt die Beispielhaftes für Natur-, Landschaft- und Artenschutz in der Region leisten.  Der Vorstand des BUND-RV NSW legt dieses hehre Ziel sehr kreativ aus.

So erhält der Preisträger 2010, der BioLand-Betrieb Martin Gay in Nöttingen den Preis zunächst dafür, dass er Ziegenhaltung zu einem Betriebszweig aufgebaut hat und so ehemals vollkommen verbuschte Flächen in Dietlingen pflegt. Nicht nur, dass so brachgefallene Flächen wieder eine ökologisch vorbildliche Nutzung erfahren spielt für eine Rolle, sondern auch, dass dabei eine gesuchte kulinarische Delikatesse erzeugt wird. Daneben soll auch der Betrieb Gay, der auch weitere hochinteressante Dienstleistungen anbietet, als Ganzes gewürdigt werden. So können Menschen aus dem Nöttinger Nahbereich Nüsse von ihren eigenen Bäumen bei Gays zu Walnuss-Öl verarbeiten lassen. Auch eine Saatgutreinigung wird unterhalten, in der sehr viele Bio-Landwirte aus dem Umkreis das Getreide reinigen lassen, das sie für die nächste Ernte wieder aussäen möchten. Erwähnenswert auch, dass auf den Äckern des Betriebes archaische Getreidearten wie Emmer und Einkorn angebaut werden, die in handwerklichen Bio-Bäckereien der Region zu Brot-Spezialitäten verarbeitet werden.

Weitere Preisträger waren unter anderen:

2008 Walter Pätzold als Leiter der „Schwarzwälder Pilzlehrschau“. Unzählige Pilzsachverständige haben bei ihm eine anspruchsvolle Ausbildung zum Thema Pilze durchlaufen und stehen nun weit über die Region Pilzsammlern mit ihrem Rat zur Verfügung.

2007 Marie-Luise Jaggy, Wirtin des Knittlinger Gasthauses „Kanne-Post“. Frau Jaggy bietet in ihrem Restaurant konsequent regionale Küche vom Feinsten an – wo sonst kann man noch Reminiszenzen an die traditionelle Waldenser-Küche erleben? Sie führt auch alljährlich naturkundliche und archäologische Wanderungen rund um Knittlingen durch, die sich sehr großer Beliebtheit erfreuen.

Enzkreis-Streuobstapfelsaft

Schneewittchen Es freut mich, dass ich mit einigen Mitstreitern den damals nur in geringen Mengen produzierten
 Apfelsaft von Streuobstwiesen des Enzkreises zu einem Premium-Produkt weiterentwickeln konnte.
  Innerhalb weniger Jahre konnten wir einen Markt für rund 80000 l Apfelsaft von kontrollierten Streuobstwiesen schaffen. Es zeigte sich aber bald, dass ein solches Projekt nur in professionellen Strukturen existenzfähig ist. Deshalb gründeten wir 2003 gemeinsam mit den Kreisen Calw und Freudenstadt die „Streuobst-Initiative Calw-Enzkreis-Freudenstadt e.V.“ Innerhalb dieser Initiative wird der Enzkreis Streuobst-Apfelsaft unter dem Namen „Schneewittchen“ seither erzeugt und vermarktet. Bis heute kontrolliere ich den Verzicht auf Pestizide und synthetisch hergestellte Dünger, indem ich mit Erzeugern deren Flächen inspiziere. Meine Ausbildung und Erfahrung als Pflanzenbauberater ermöglichen mir, den Erzeugern bei vielen Problemen hilfreich zur Seite zu stehen.

Schneewittchen-Streuobstinitiative

 

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