Menschenkette

Menschenkette gegen Atomenergie.021b

 

 

Am 12. März gab es in Süddeutschland ein großes  "Protestereignis" gegen Atomenergie, und fast makaber dazu die schrecklichen Ereignisse in Japan. Auf mehr als 40 Kilometern zwischen dem AKW Neckarwestheim und der Landeshauptstadt Stuttgart bildete sich eine riesige Menschenkette mit  weit über 40 000 Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegnern. Dabei auch eine ganze Anzahl aus Keltern, hatten doch der BUND-Regionalverband mit seinem Vorsitzenden Walter Appenzeller sowie die GRÜNEN in Pforzheim und im Enzkreis als Initiatoren zu dieser Menschenkette eingeladen.

 

 

Warum gerade  in Baden-Württemberg?

  • Weil dort nicht nur vier AKW, sondern mit Neckarwestheim 1  und Philippsburg 1 auch die ältesten und gefährlichsten Atommeiler stehen.
  • Weil die Landesregierung als oberste Atombehörde in BW und Miteigentümerin des Betreiberkonzerns EnBW direkt über deren Weiterbetrieb entscheiden kann.
  • Und weil der jetzige Ministerpräsident Mappus einer der größten Verfechter der Atomenergie ist.

Hintergrund ist eine Risikostudie des BUND zu den Atomkraftwerken in Baden-Württemberg. Danach befinden sich mit Neckarwestheim 1 und 2, Philippsburg 1 und 2 vier der 17 in Deutschland laufenden Reaktoren in Baden-Württemberg. Die älteren Anlagen wie Philippsburg 1 und Neckarwestheim 1  weisen eine Reihe von Defiziten und Schwachstellen auf, nur Nachrüstungen in erheblichen Umfang könnten überhaupt einen geringen Sicherheitsgewinn bringen. Zumal gerade Neckarwestheim in einem stark erdbebengefährdeten Gebiet liegt. Wozu dies bei angeblich „erdbebensicheren“ Kraftwerken führt, hat sich ja gerade erst in Japan gezeigt!  Erst Fukushima, dann Neckarwestheim ??? Bis über das Jahr 2040 hinaus hat die Bundesregierung einfach die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängert. Diese Klientelpolitik dient alleine den Stromkonzernen. Ihnen spült der Atom-Deal Zusatzgewinne von bis zu 100 Milliarden Euro in die Kassen.

Hr. Mappus gehört  zu den größten Verfechtern der Atomenergie. Die Landtagswahl im „Ländle“ ist damit auch eine Abstimmung über die schwarz-gelbe Atompolitik. Eine neue Landesregierung unter Beteiligung der GRÜNEN wird den Atomausstieg selbst in die Hand nehmen  und die baden-württembergischen Meiler in Neckarwestheim und Philippsburg schnellstens abschalten. Hierzu braucht es eine konsequente Atomaufsicht, die höchste Sicherheitsanforderungen stellt und den Betrieb der Reaktoren damit unrentabel macht. Zugleich verlangen wir GRÜNE einen konsequenteren Ausbau der Erneuerbarer Energien – dezentral und bürgernah. Wir wollen, daß es Ziel der Landes - Politik ist, Baden-Württemberg zum Vorreiter nachhaltiger Energieversorgung zu machen. Wir wollen, dass Energie künftig möglichst erneuerbar und effizient erzeugt wird. Und nach den jüngsten Japan – Erfahrungen endlich auch sicher !! Mit einer deutlich sparsameren Verwendung werden die Großkraftwerke völlig unnötig. Wir kämpfen für die Energiewende und halten am ursprünglich beschlossenen Fahrplan für den Ausstieg aus der Atomkraft fest. Das bedeutet: Neckarwestheim I geht sofort vom Netz, was nach Fukushima dringend notwendig ist! Den schwarz-gelben Ausstieg aus dem Ausstieg können nur starke GRÜNE in Stuttgart verhindern!

Auch in Keltern reden wir GRÜNE nicht nur von „Energie“ in tollen Veranstaltungen, sondern wir handeln. Wir freuen uns über Energieeinsparungsmaßnahmen an allen Gebäuden der Gemeinde sowie unsere neuen Blockheizkraftwerke in den Schulen. Wir Unterstützen unsere Solaranlagen auf den großen Dächern und treten für weitere großflächige Solaranlagen ein. So nehmen wir GRÜNE den Ausstieg selbst in die Hand, in Keltern und in BadenWürttemberg.

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